Alle Beiträge von Christian Ristits

MiG-25 RBF (1:48, ICM, Eduard)

Liebe Modellbau-Freunde!

Manchmal gibt es Zufälle, an die möchte man erst gar nicht glauben. Der MiG-25RBT Bausatz von ICM lag schon vorbereitet auf meinem Modellbau-Tisch, da erhielt ich zeitgleich vom Kitchecker Team eine  Nachricht. Thomas Schneider fragte mich, ob ich für Kitchecker und ICM den neuen Bausatz der MiG-25RBF bauen könnte. Natürlich habe ich nicht lange überlegt und sofort zugesagt. Wenige Wochen später erhielt ich den Bausatz inkl. Eduard PE-Sets für das Cockpit und Gurtzeug auf dem Postweg.

Die MiG-25 als russischer Mach-3 Aufklärungsbomber fasziniert mich vor allem durch sein rustikales und martialisches Design. Die Maschine misst in Wirklichkeit in der Länge mehr als 20 und in der Spannweite 14 Meter. Gemeinsam mit den riesigen Triebwerken sollte dies im Maßstab 1:48 ein  eindrucksvolles Modell ergeben.

Der Bausatz lässt eine von drei Maschinen zum Bau zu. Ich entschied mich für die Boxart-Version, die „Rote 38“ in der seltenen „Afghanistan-Camouflage“. Die Maschine war um 1990 in der ehemaligen DDR stationiert. Das Schema sollte mir noch einigen Aufwand bescheren, da ich von dieser Maschine trotz eingehender Recherche kein Bild „von oben“ fand.

Zum Bausatz selbst kann ich sagen, dass die Spritzlinge von hervorragender Qualität sind. Sämtliche Gravuren überzeugen und stellen einen sehr hohen Detailgrad dar. Anleitung und Decalbogen überzeugen ebenfalls in der Ausführung. Schade eben dass es bei der Lackieranleitung für die „38“ keine Sicht von oben abgedruckt gibt. Ich habe hierfür extra bei ICM angefragt, und erhielt die Antwort dass Ihnen eine entsprechende Abbildung leider auch nicht vorliegt. Freundlicherweise erhielt ich von der Design-Abteilung jedoch einige zusätzliche Referenzfotos, die die Maschine seitlich zeigen.

Der Bau beginnt üblicherweise mit dem Cockpit, und hier kamen auch die Eduard Photo-Etch-Parts zum Einsatz. Es tat mir fast leid, die schönen Gravuren zu zerstören. Dennoch werten die bedruckten Metallteile des tschechischen Herstellers das fertige Cockpit auf. Stellt man die Maschine wie ich mit geschlossener Kanzel dar, könnte man aber auch darauf verzichten. Weiter ging es mit dem Zusammenbau der Lufteinlässe und Rumpf. Hier muss man sehr genau arbeiten, Trocken-Anpassung ist hier ein Muss. Trotz sorgfältiger Arbeit blieben ein paar Spalte, dich ich später gespachtelt und verschliffen habe.

Alles in Allem war der Rumpf aber rasch zusammengebaut, die Spachtelarbeiten gingen leicht von der Hand. Am fertigen Modell würde man davon aber dank der intelligenten Bauteile fast nichts mehr sehen. Sehr gut gelöst: die Tragflächen haben eine hohe Passgenauigkeit. Ich konnte diese somit separat lackieren, dies erleichterte mir diesen Schritt enorm. Am Ende habe ich diese einfach nur angesteckt und nicht verklebt.

Zur Lackierung: Wie immer habe ich sehr viel recherchiert um die richtigen Farbangaben zu erhalten. Ich habe einige Farbmuster aufgespritzt, um dann am Ende aber doch völlig eigene Farbtöne zu mischen. Diese sollten meiner Meinung nach besser  als die Angaben diverser Hersteller (zB. Revell) und Internet-Foren zum Modell passen.

ICM selbst gibt in deren Anleitung Farbangaben in Tamiya und Revell vor. Laut meiner Einschätzung orientieren sich diese Angaben aber eher auf ein ziemlich überbelichtetes Referenzfoto der Maschine. Andere Fotos (bei denen auch der Hintergrund deutlich natürlicher aussieht) zeigen die MiG in dünkleren Grün- und Brauntönen, daran versuchte ich mich schlussendlich zu orientieren. Das Ganze ist natürlich subjektiv, und am Ende sollte das Modell einfach stimmig aussehen und gefallen.

Die Camouflage musste ich wie oben schon erwähnt ohne vernünftige Vorlage erstellen. Ich benützte also die vorhandenen Fotos und versuchte das Schema bestmöglich fortzuführen und zu „erraten“. Mittels selbst erstellter Krepp-Schablonen führte ich nach einem Pre-Shading die Lackierarbeiten durch. Es waren in Summe viele kleine Schritte notwendig um das Modell ganzheitlich zu lackieren. Um das Modell lebendiger zu gestalten und auch dem Miniatur-Effekt gerecht zu werden, lackierte ich mit diversen helleren Farben ein aufwändiges Post-Shading. Die metallene Heckpartie und die riesigen „Nozzles“ stellte ich mittels diverser Metallfarben von AK-Interactive nach. Das Modell sah danach für mich sehr stimmig aus und ich freute mich schon auf den weiteren Zusammenbau!

Nach einer Schicht Klarlack und 24h Trocknungszeit kamen die Decals zum Auftragen. Zuerst hatte ich anhand der Fotos den Eindruck, die Maschine trug keine Wartungshinweise. Bei genauem Hinsehen und hohem Zoom kann man diese allerdings erkennen. Danach erfolgte ein Washing mit „Flory-Models Dark Dirt“. Die Maschine kam nun ihrem Vorbild immer näher. Fahrwerk, Räder, Klappen und Sitz wurden nun zusammen-gebaut, lackiert und mit einem Enamel-Wash bearbeitet. Das Fahrwerk habe ich noch mit etwas Draht verfeinert, die Räder etwas abgeflacht.

Sämtliche Anbauteile ließen sich am Ende problemlos verbauen. Hier zeigt der Bausatz wieder seine Stärke. Auf den Zusatztank habe ich übrigens verzichtet. Obwohl ich diesen zuerst als unabdingbar einstufte, gefiel mir die Maschine am Ende ohne Tank besser, auch weil dadurch die Proportionen besser ausfallen.

Am Ende erhielt das Modell noch eine Schicht Klarlack in Seidenmatt, um die Arbeit zu versiegeln. Die letzten Antennen wurden noch angebaut, und die MiG-25 RBF war fertiggestellt!

Fazit: Ich kann den Bausatz für den versierten Modellbauer vorbehaltlos empfehlen, mit mittleren Aufwand lässt sich ein sehr schönes Modell des eindrucksvollen „Kalten-Krieg“ Bombers für die Vitrine herstellen.

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei ICM und dem Kitchecker Team für das Vertrauen und das Zur Verfügung stellen des Bausatzes – meine Erwartungen wurden auf jeden Fall positiv erfüllt!

Happy Modelling, euer Christian!

 

F-14A Tomcat VF-111 Sundowners (Tamiya, Eduard, Furball, 1:48)

Liebe Modellbau-Freunde!

Nach einigen Auftragsarbeiten durfte ich mich nun endlich meiner „Tamiya Tomcat“ widmen. Die Vorfreude war riesig und die Erwartungshaltung an den Bausatz sehr groß!

Mit der Tamiya Tomcat wollte ich mir endlich meinen Traum einer   F-14 der VF-111 „Sundowners“ erfüllen, die meiner Meinung nach ebenso viel Kultstatus besitzt wie die „Jolly-Rogers“. Furball Aero Design lieferte mir hierfür mit seinem aktuellen Decalbogen, der „Sundowners Anthology“, eine riesige Auswahl an 19 Maschinen.

Nach längerer Recherche der einzelnen Maschinen sollte es die Bulk-No. 162594 aus Anfang 1992 werden. Ich fand hierzu ein paar wenige Referenz-Fotos im Netz. Interessant für mich waren die in „Light Ghost Grey“ abgesetzten Pylonen und Tanks, welche das Overall „Light Gull Grey“ Schema meiner Meinung nach etwas interessanter machen sollten.

Eduard war so freundlich, mir 2017 nach Release der Tamiya Tomcat einige Aftermarket-Parts zur Verfügung zu stellen. So sollten das Interior-, Exterior- und Exhaust PE-Set zur Anwendung kommen, genau so wie Sitze und Räder aus hervorragenden Eduard-Brassin.

Eines Vorneweg – die Erwartungen an den Bausatz wurden vollends erfüllt. Der Bausatz zauberte mir des öfteren ein Lächeln auf die Lippen und dank der daraus entstandenen Motivation konnte ich die Tomcat nach nur einer Woche (!) Bauzeit fertig stellen. Auch die Verwendung aller Zubehör Teile habe ich zu keiner Zeit bereut, die hervorragenden Eduard-Sätze werteten mein Bastel-Erlebnis und das fertige Modell um ein vielfaches auf!

Der Bau selbst beginnt wie üblich mit dem Cockpit. Es war mir fast unangenehm, die schönen Gravuren zu zerstören und mit den Ätzteilen zu überkleben. Trotzdem wollte ich mir die aufwendige Handbemalung ersparen, und die PE-Teile sehen einfach nur großartig aus. Die Fahrwerks-Bucht vorne ist ein kleiner Bausatz für sich, gemeinsam mit den Zubehör-Teilen ist sie fast zu schade um nur von unten gezeigt zu werden. Auch „OOB“ stellen die Details aber alle anderen Mitbewerber in den Schatten.

Dank der genauen Passform und intelligenten Spritzäste, die sehr gute und logische Bauanleitung sei ebenfalls erwähnt, war der Rumpf inkl. Schwenkflügel rasch zusammengebaut. Für den Schwenkmechanismus hat sich Tamiya ein sehr robustes und verschraubtes System einfallen lassen, wobei man die eigentlichen Tragflächen während des Baus auch separat bemalen und erst ganz zum Schluss montieren kann – alle in allem sehr clever gelöst!

Der Zusammenbau war also rasch von statten gegangen, die PE-Teile auch an der Außenseite angebracht. Nach einem Pre-Shading mit Schwarz und Weiss folgte der Anstrich mit Gunzes H315. Darauf kreierte ich mit AKs Light Gull Grey und diversen anderen Grautönen ein aufwändiges Post Shading. Etwas Tamiya-Smoke sollte der Maschine noch ein paar dunkle Stellen und Dreck geben. Nach einer satten Schicht Klarlack (Revell) durfte ich mich nun den Decals widmen.

Von hervorragender Qualität gedruckt, war einzig das Haifisch-Maul eine Herausforderung. Wo mir hier der Film etwas zu dick erschien (ich musste das Decal mehrmals mit Weichmacher bearbeiten), war er mir an den Leitwerken wiederum zu dünn. Aber diese Kritik ist rein subjektiv, man kann es halt nicht jedem recht machen 😉 Um aber doch etwas Kritik zu nennen, es fehlt bei den Varianten-Decals komplett die Nummerierung…des öfteren suchte ich ratlos die richtigen Beschriftungen auf den beiden großen Bögen und hoffte dann doch das richtige Decal verwendet zu haben – hier sollte man größte Sorgfalt walten lassen!

Mit viel Geduld und nach einigen Bastel-Stunden kam die Tomcat Ihrem High-Viz Schema nun schon sehr nahe, ich freute mich auf den restlichen Zusammenbau. Nach einem unkomplizierten Washing mit Flory Models „Dark-Dirt“ baute ich Fahrwerk, Klappen, Pylonen etc. zusammen. Alle Anbauteile altere ich seit längerer Zeit bereits mit AK-Washings. Aus der Restekiste hatte ich noch einen Eduard Resin-Front-Pod sowie eine offene Schubdüse verfügbar. Die beiden Nozzles lackierte ich mit diversen AK Xtreme Metall-Farben, um sie danach nochmal mit der Hand per Pinsel zu verfeinern.

Zuletzt erhielt die Tomcat Ihren seidenmatten Klarlack (ebenfalls Revell), um danach auch das Canopy und die restlichen Klarteile fertig machen zu können. Es entstand so eine meiner Meinung nach sehr schöne F-14A im farbenfrohen Kleid der VF-111 Staffel, die sich nun in meiner Vitrine präsentieren darf.

Und – dies war sicher nicht meine letzte Tamiya Cat, ich freue mich schon riesig auf die D-Variante, um evt. eine „Last-Flight“ bauen zu können!

Happy Modelling!

Christian

North American X-15 A-2 66671 (Special Hobby, 1:48)

Liebe Modellbaufreunde!

Um meine Erfahrung amerikanischer Raketen-Jets zu erweitern, holte ein deutscher Sammler einen alten „Special Hobby“ Bausatz aus seinem Fundus hervor. Der Bausatz selbst bestand nur aus wenigen Bauteilen, jedoch waren einige Resin-Teile sowie ein farbenfroher Decalbogen beigelegt.

Bauen wollte ich die Version, mit welcher auch Neil Armstrong geflogen sein sollte…wir wählten die 66671 in der  A-2 Variante aus. Die Maschine wurde nach einem Crash gerettet und zur A-2 umgebaut bzw. verbessert. Neil Armstrong durfte natürlich nicht fehlen und sollte im Maßstab 1:48 neben der Maschine mit den farbenfrohen Zusatztanks posieren.

Und so legte ich los…zuerst als eher kurzweiliger Bausatz gedacht, wurde ich bald eines besseren belehrt. Keines der wenigen Bauteile passte zusammen, und so waren umfangreiche Schleifarbeiten notwendig, was bei Resin-Parts bekanntlich keinen Spaß macht. Positiv waren die zahlreich vorhandenen Referenz-Fotos aus dem Netz, welche die Maschine u.a. auch in Nahaufnahme zeigten.

Los ging es mit dem Cockpit…aufgrund der Referenz-Fotos der A-2 gab ich dem grauen Anstrich einen kleinen blau-Stich mit hinzu. Decals oder Ätzteile für das Cockpit hatte ich nicht, also lackierte ich das Cockpit per Hand. Problematisch waren danach die Passform der Haube sowie des Raketen-Triebwerkes, welches ich umfangreich bearbeiten musste. Auch die „Seitenleitwerke“ waren alles andere als passgenau, auch hier musste ich stundenlang spachteln und schleifen.

Als der Rumpf endlich fertig war, durfte ich aufatmen – der grobe und schwierigste Teil war vollbracht! Nun überlegte ich, wie ich der Maschine einen möglichst authentischen Anstrich verpassen konnte. Black is beautiful“ – aber: die Fotos zeigten u.a. Abnutzungen des schwarzen Schutzanstriches, sowie zahlreiche Panele welche in unterschiedlichen Grau-Farbtönen ausgebessert wurden.

So lackierte ich den Rumpf zuerst in verschiedenen Metall-Farbtönen von AK. Hauptsächlich kam der Farbton „Titanium“ zum Einsatz, da die Maschine im Original angeblich aus viel Titan bestand (keine Ahnung ob das korrekt ist)…Über das Titan lackierte ich eine Schicht Schwarz (mit Blau-Stich), danach kamen umfangreiche Lackierarbeiten, um die Panele mit dunklen Metall-Tönen, diversen Grau-Tönen etc. zu bearbeiten. Das Schwarz wurde an einigen Stellen vorsichtig abgeschliffen, so kam der Vorlack in Titan zum Vorschein – genial!

Am Ende war ich mehr als zufrieden, genau genommen vom Ergebnis total begeistert! Nach einer Schicht Klarlack kamen die Farbenfrohen Decals zum Einsatz, immer mehr nährte sich in mir der Gedanke, dass dies ein wirklich großartiges Modell werden würde.

Voller Motivation baute ich die Maschine mit den noch wenigen fehlenden Teilen zu Ende, die Tanks sowie die Figur waren nur noch Formsache, für das „A“ auf der rechten Seite half mir eine Schablone aus der Bastelkiste meiner Frau. Nach einer Schicht Mattlack war das Modell fertig, und ich durfte sie einige Wochen in der Vitrine bewundern, bevor ich sie gut verpackt auf die Reise schickte.

Sie kam unversehrt bei Ihrem Empfänger an, der sie sogleich in seine umfangreiche Sammlung, u.a. „meiner“ Bell X-1 und des USAF-Starfighters, hinzufügte.

Fazit: Wer diesen veralteten und mittlerweile sehr seltenen Bausatz sein eigen nennt und bauen möchte, sollte sehr viel Geduld und Geschick mitbringen. Was sich zuerst als „Weekend-Edition“ tarnt, stellt sich bald als Nervenprobe heraus. Der versierte Modellbauer kann daraus aber ohne weiteres eine sehr schöne Nachbildung des legendären Rakten-Jets bauen!

Happy Modelling!

Christian

F-14B Tomcat Jolly Rogers Low Viz (1:48, Hasegawa)

Liebe Modellbaufreunde!

Wieder durfte ich für „meinen“ Sammler aus Wien, mittlerweile zählt er bereits zu meinen Stammkunden, ein Modell bauen. Auch sein nächster Wunsch war für mich ansprechend genug, um ihm diesen zu erfüllen – eine F-14B Tomcat in einem ansprechenden „Low Viz“ Schema. Für meinen Sammler waren die damals neuen GE-F110 Triebwerke, sichtbar im Modell hauptsächlich durch die Nozzles, das wichtigstes Element, wobei wir uns hier aus dem After-Market bedienten.

Nach einiger Vorauswahl viel die Wahl auf eine Maschine der Jolly Rogers aus ca. 1995, die Nr. 107. Eine gute Wahl, zu der es auch  entsprechende Referenzfotos im Netz gab. Den Bausatz einer F-14 A+ (später F-14B) bestellten wir über Ebay, ein Eduard PE-Set für das Cockpit, den Decalbogen sowie Aires-Nozzles folgten rasch nach.

So konnte der Bau beginnen. Eines Vorweg – leider fehlen hier wieder ausführliche WIP-Fotos. Ich hatte eigentlich nicht vor hierzu einen Artikel zu verfassen, und im Workflow fällt es mir immer sehr schwer, Fotos der Zwischenschritte zu machen. Dies sei mir bitte verziehen.

Zum Bausatz von Hasegawa gibt es eigentlich nichts negatives zu berichten, alles passt und auch die Details stimmen. Was ich als sehr praktisch erachte, ist die Möglichkeit die beiden Schwenkflügel einfach einstecken zu können. Das erleichtert die Lackierarbeit um ein Vielfaches. Entgegen der Anleitung lassen sich die Flügel auch  „overswept“ darstellen. Die Elevators habe ich beweglich gehalten, da die Stifte nicht ganz straff in die Führungen passten, habe ich sie von innen mit einem heißen Metallteil quasi vernietet.

Wie gesagt, der Bausatz selbst ist unspektakulär, nur wenige Stellen galt es für mich zu Spachteln, auch die Schleifarbeiten hielten sich in Grenzen. Natürlich gibt es mittlerweile aktuellere und besser entwickelte Bausätze (zum Bau „meiner“ Tamiya F-14 hatte ich bis dato leider immer noch keine Zeit), aber die Hasegawa in 1:48 zählt unter den Modellbauern tatsächlich noch zu den am meist geschätzten.

Nun ging es mit den Lackierarbeiten los. Mein Auftraggeber wollte zuerst eine sehr verwitterte Maschine, später einigten wir uns anhand der Referenzfotos auf ein mäßig gebrauchtes Erscheinungsbild. Zahlreiche Fotos sowie auch ein „coming-home“ Video der Staffel zeigten unsere Maschine zwar stark gebraucht, jedoch nicht unbedingt renovierungsbedürftig.

Trotzdem: dieser Anstrich sollte meine bisher aufwändigste und beste Navy-Version werden. Nach einigen Farbtests einigten wir uns auf die Farbgebung in den FS-Varianten von Testors Acryl sowie auf das entsprechende zweifärbige Tarnschema mit blaugrauem Blendschutz. Zum Einsatz kamen Testors` 4761, 4762 sowie 4873. Für die dunkelgrauen Seitenruder verwendete ich 4750. Die Farben habe ich zum Teil noch mit Gunze sowie AK-Farben abgetönt, um den meiner Meinung nach passenden Farbton zu finden. Die Oberseite sollte einen leichten Blaustich erhalten, die Unterseite erschien auf den Fotos etwas heller. Ein aufwändiges Pre- und Postshading führte schlussendlich zum gewünschten Erfolg, und mein Sammler war begeistert!

Nach einer Schicht Klarlack folgten die Decals, welche sich hervorragend verarbeiten ließen. Ein Washing in Flory-Models „Dark Dirt“ ist bei einer F-14 zwar sehr aufwändig, verändert das Erscheinungsbild aber um 180 Grad. Somit stand der Endmontage mit Fahrwerk, Klappen und Bewanffung nichts mehr im Wege. Den TARPS-Pod verfeinerte ich noch mit runden Elementen hinter dem Glas, um die Kameras darzustellen – das gibt diesem Bauteil quasi den letzten Schliff.

Die Aires-Nozzles wurden noch etwas bearbeitet, unserer Meinung nach waren die Strukturen auf den Schaufeln etwas zu stark ausgeprägt. Nach etwas Schleifarbeit folgte der Anstrich in AKs Xtreme Metal, als Haupt-farbton dieses Mal in Duraluminium – sieht einfach nur Klasse aus!

Nach ca. 1 Monat Bauzeit stand die F-14B nun fertig auf meinem Bastel-Tisch, und ich war selbst vom Ergebnis begeistert. So fiel es mir schwer, das Modell nach ein paar Tagen in meiner Vitrine wieder aus meiner Hand zu geben, allerdings tröstet die Freude des neuen Besitzers über sämtliche Verluste hinweg, und macht alle Mühen doppelt bezahlt.

Happy Modelling!

Christian Ristits

Su-33 Flanker „Blue 79“ (Kinetic, 1:48)

Liebe Modellbaufreunde!

Für einen Sammler aus Deutschland durfte ich kürzlich eine Su-33 Navy-Flanker bauen. Neben dem Basis-Bausatz von Kinetic sendete mir mein Auftraggeber einige Zubehörteile – einen Su-27 Piloten von Aerobonus, das passende Eduard PE-Set „Interior“,einen Begemont Decalbogen sowie eine Pitot-Röhre von Master-Model. Eine passende Einstiegsleiter besorgte ich selbst über das Internet.

Mein Kunde wollte die Maschine mit fast allen verfügbaren Optionen zeigen: Fanghaken Down, Canopy offen, Flügel geklappt, Flaps und Tankfüllstutzen ausgefahren, Heckkonus und Bremsklappe offen, uvm. Der Gedanke dabei  war – der Pilot testet gerade die Systeme durch – etwas Fantasie darf natürlich auch beim Modellbau nicht fehlen!

Gesagt getan, nach einiger Zeit an Abstimmung konnte es losgehen. Der Bausatz war von Anfang an ein Traum. Einziger Mangel – die Bauanleitung. Ich denke diese wurde bei neueren Kits ausgetauscht, ich hielt allerdings noch eine der ersten Prototyp-Instruktionen (?) in Händen. Nach etwas Recherche konnte ich mir aber eine aktualisierte Version aus dem Netz downloaden. Im Übrigen mangelte es generell an vernünftigen Referenzfotos der 79er, dazu aber später.

Wie gesagt, am Bausatz gibt es nichts zu meckern. Feine Details und Gravuren, sehr gute Passformen und scheinbar unendliche Optionen – dieser Bausatz ist, abgesehen von der mangelhaften Anleitung, jeden Cent wert!

Los ging es wie üblich mit dem Cockpit. Die passende Farbe dazu hatte ich rasch gefunden. Ein paar Referenzfotos zeigten das Cockpit nicht im bekannten kräftigen russischen Cockpit-Türkis, sondern in einer abgeschwächteren Form. Ich benutzte Gunze H067 und tönte das RLM 65 mit etwas blau ab. Die Eduard Ätzteile werten das Interieur auf jeden Fall auf. Der Pilot erhielt einen orange-farbenen Overall,  wie auf ein paar Referenzfotos ersichtlich.

Der Zusammenbau von Rumpf und Fahrwerksbuchten ging ohne Probleme vonstatten. Natürlich sollte man sich genau überlegen, welche Lackierschritte man vor dem jeweiligen Zusammenbau durchführt. So ist es zB. ratsam, das Innere der „Intakes“ vorab in grau zu lackieren, um den Übergang zur Rumpf-Farbe noch vor Zusammenbau scharf abzukleben.

Überhaupt habe ich dieses Mal, eher untypisch, sämtliche Anbauteile fast zur Gänze separat lackiert und fertiggestellt. Anders wäre es bei diesem komplexen Bausatz und den vielen Optionen nicht möglich gewesen.

Die Schubdüsen erhielten nach einem Pre-Shading einen Farbanstrich mit AKs Xtreme Metal Colours. Eine Herausforderung, welche mir aber denke ich ganz gut gelungen ist.

Die Camouflage Lackierung hatte hingegen so Ihre Tücken…

Zuerst galt es die passenden Farbtöne zu finden. Mein Auftraggeber wollte die Maschine im eher dunkleren Anstrich zeigen. Die blaue 79 trägt nebenbei noch das Hellere der beiden Blautöne an der Unterseite (viele Maschinen tragen „unten“ ein leicht grünliches grau). Ich recherchierte hier sehr viel im Netz, um einen Überblick über Farbtöne und diverse Farbtonschemen zu erhalten.

Die Abbildung im Begemont-Bogen (Nr. 10) deckte sich zu 90% mit den dürftigen Referenzfotos aus dem Netz sowie einigen Grafiken. So konnte ich am Ende ziemlich sicher sein, die passende Lackierung gefunden zu haben.

Als Basis für die Farbtöne sollten mir die des Su-33 Set von Ammo by Mig (7208) dienen. Um sicher zu gehen, machte ich nun einige Lackierversuche, alternativ dazu mit Revell und Gunze-Farben. 100% zufrieden war ich mit dem Ergebnis der Ammo-MiG Farbtöne nicht. Ich tönte das meiner Meinung zu helle Dunkelblau (FS-15102) mit Gunze H025 ab, auch das Hellblau FS-35260 war mir zu „strahlend“, daher mischte ich etwas grau dazu.

Die Ammo Mig Farben lassen sich übrigens problemlos mit Gunze Acrylfarben mischen. Beim Grau griff ich schlussendlich auf Gunze H307 zurück. So wollte ich die für die „Blaue 79“ passenden Farbtöne gefunden haben. Die Radarflächen lackierte ich übrigens in Grau, auf Wunsch meines Auftraggebers. Einige frühere Fotos zeigen die SU-33 mit grauer „Nase“.

Im Gegensatz zu meiner üblichen Lackierweise lackierte ich die verschiedenen Farbtöne mittels selbst angefertigten Schablonen aus Malerkrepp auf. Das war natürlich sehr zeitaufwändig, frei Hand wäre mir die eher scharfkantige Camouflage aber sicher nicht gelungen. Mit Vorsicht versuchte ich nebenbei das Pre-Shading nicht ganz zu überdecken.

Am Ende wollte ich der Maschine noch etwas mehr Charakter geben, und gab ihr mit gezielt eingesetzten „Spots“ und Schattierungen den letzten Schliff. Heraus kam eine sehr stimmige und vor allem gebraucht aussehende Lackierung – so sollte es sein!

Nach einer Schicht Revell-Klarlack ging es an die Decals. Leider lagen dem Bausatz sowie Begemont-Bogen nur wenige Wartungshinweise bei, was ich sehr schade finde. Der AHA-Effekt folgt meist immer nach dem „Washing“ – eine Behandlung mit Flory-Models „Dark Dirt“ altert das Modell um Lichtjahre!

Da ich bereits vorab Teile wie das Fahrwerk, den Fanghaken, Raketen usw. komplett vorbereitet hatte, ging der finale Zusammenbau sehr rasch und unkompliziert von der Hand. Rasch wurde die SU-33 finalisiert.

Leider nur kurz in meiner Vitrine, brachte ich sie schon kurz darauf auf die Reise zu meinem Auftraggeber, der sie bereits sehnsüchtig erwartete!

MiG-29 „Fulcrum A“ 9-12 Eary/Late (GWH, 1:48)

Liebe Modellbaufreunde!

Viele fragen sich wahrscheinlich, warum man als Modellbauer noch zusätzlich zur knapp verfügbaren Hobby-Zeit Auftragsarbeiten durchführt. Nun, zum einen bin ich froh wenn ein Modell aus Platzgründen nach einigen Wochen gleich an seinen neuen Besitzer geht, hauptsächlich geht es mir jedoch um die Freude, die man Sammlern machen kann wenn sie dann das fertige Modell endlich in Händen halten. Natürlich muss mich das Projekt auch ansprechen, das „Topic“ muss sozusagen interessant sein und die Chemie mit dem Auftraggeber sollte ebenfalls stimmen.

So trat im Sommer ein Sammler aus Wien an mich heran, ob ich ihm eine MiG-29 „early“ im Standard Camouflage Schema bauen könnte. Der Kontakt war von Anfang an nett und wertschätzend, eine MiG-29 fehlte noch in meinem Repertoire, und so war der Bau rasch beschlossen und konkretisiert.

Als Bausatz kam für uns nur der von Great-Wall-Hobby in Frage. Dieser sollte lt. Recherche eine Referenz für die MiG-29 in 1:48 darstellen. Auf Aftermarket-Parts wollten wir verzichten, da der Bausatz wohl schon einiges an tollen Details enthielt. So war es dann auch und wir wurden nicht enttäuscht. Die Schachtel kommt gut gefüllt mit einem kleinen PE-Set, einem Decal-Bogen für 3 Varianten (es sollte die Orange 07 werden), und natürlich zahlreichen gut detaillierten Plastik-Teilen. Zusätzlich legt GWH noch ein A4-Poster der Box-Art Maschine bei – eine zusätzliche Aufwertung des nicht ganz billigen und mittlerweile schwer erhältlichen Bausatzes aus Fernost.

Zum Bau: Eines vorneweg: ich musste die MiG zwei Mal bauen – dazu jedoch später mehr. Begonnen wird wie üblich mit dem Cockpit und Sitz. Die Befürchtungen bzgl. Schleudersitz haben sich leider bewahrheitet, dieser ist wirklich sehr fummelig zu bauen. Ein Resin-Sitz wäre hier wohl die passende Ergänzung. Das Cockpit selbst ist jedoch super detailliert und macht jedes PE-Teil überflüssig. Die Anzeigen werden mit einzelnen Decals beklebt und sind danach von einem Photo Ätz-Teil fast nicht mehr zu unterscheiden.

Der Rumpf liefert dann einige Herausforderungen, gerade für die Unterseite sollte man sich extrem viel Zeit lassen, denn es muss viel angepasst werden. Auf den Einbau der Triebwerke habe ich komplett verzichtet, es hätten ansonsten die Verkleidungen einfach nicht gepasst. Aber auch ohne Triebwerke ist hier die Passgenauigkeit einfach nicht gut, selbst als erfahrener Modellbauer hatte ich hier so meine Schwierigkeiten. Die obere Rumpfhälfte inkl. Tragflächen hingegen kommt aus einem Guss, hier wird man wieder entschädigt. Slats und Flaps lassen sich variabel gestalten, auch die „Elevators“ sind am Ende beweglich (Vorsicht jedoch mit den sehr filigranen Zapfen).

Nachdem ich diese Hürden gemeistert hatte, ging der restliche Zusammenbau relativ problemlos voran. Da ich noch ein paar Tage auf die Eduard-Maskierfolie warten musste, baute ich zuerst Fahrwerk, Raketen und Pylone fertig. GWH spendiert der MiG übrigens ein Set aus 3 verschiedenen Raketentypen, die hervorragend detailliert und teilweise auch mit PE-Teilen versehen werden. Da mir die Farbhinweise für das Fahrwerk und Klappen komisch vorkamen (alles sollte in Gunze H308 lackiert werden), recherchierte ich hier im Netz und wählte die aus meiner Sicht besser passenden Farben aus meinem Regal.

Und nun kam die eigentliche Hürde – die Lackierung. Besser gesagt die Farbtöne. Voll in meinem Element (wer kennt das nicht) lackierte ich nach Bauanleitung gerade drauf los. Den Grau/Grün-Ton für die Oberseite habe ich akribisch nach Anleitung gemischt. Zuerst dachte ich es wäre so in Ordnung und mit Klarlack und Washing würde sich das Ganze noch entsprechend verändern. Am Ende erstrahlte das Modell allerdings in einem sehr hellen Grünton, auch das Grau (lt. Anleitung Gunze H308) war viel zu blaustichig und auch zu dunkel. Was tun fragte ich mich…war ich komplett farbenblind oder unser Anspruch einfach nur zu hoch?

Nun ging die eigentliche Arbeit los. Nach kurzer Abstimmung mit meinem Auftraggeber entschieden wir, dass die MiG so nicht authentisch ist. Auch wenn die Referenzfotos bereits älter und auch nicht sehr aussagefähig wären, ich (oder besser gesagt GWH) lag mit der Farbgebung leider komplett daneben. Ich habe mich aus Qualitätsgründen gegen ein Ablacken und für den Bau eines neuen Modells entschieden. Die falsch lackierte MiG habe ich, da bereits zu 90% fertig, aber trotzdem fertig gebaut.

Natürlich war es uns nun ein Anliegen, den Farbton beim nächsten Mal genau zu treffen. Gemeinsam gelang es uns, mit dem Ammo by Mig Set Nr. 7204 und viel Geduld die richtigen Grau/Grün-Töne zu mischen. FS24277 wurde mit Gunze H303 und H067 abgetönt, FS26373 Silver-Grey wurde mit ca. 20% Weiss aufgehellt. Für die Unterseite gab ich dem Grauton noch etwas H308 hinzu, um einen leichten Blaustich zu erzeugen. Eigenartig das selbst die angeblich originalen Ammo-Mig Farben nicht zu 100% passen. Somit sind wohl selbst die Profis mit den älteren russischen Farbtönen hier überfordert. Fairerweise muss man sagen, dass mir ein Mitarbeiter von „Ammo by Mig“ per Mail-Support einige besser passende Farben genannt hat, am Ende hatten wir es jedoch selbst hinbekommen. Nach einigen Probelackierungen, Austausch per Fotos und einem persönlichen Treffen waren wir der Meinung, die passenden Farbtöne gefunden zu haben.

Erneut traf der Bausatz aus China ein, und es konnte ein zweites Mal losgehen. Dieses Mal sollte es nun aber eine „Late“-Version werden, und zwar die Rote 35. Gesagt getan, der Bau ging ein zweites Mal etwas leichter von der Hand, und das Modell war nach ein paar intensiven Modellbautagen wieder fertig für den Lackiervorgang. Eine Late-Version lässt sich mit dem Bausatz übrigens problemlos realisieren.

Da die Referenzen für die Rote 35 sehr mager aussehen, und auch kein passender Decalbogen verfügbar war, hielt ich mich so gut es ging an das einzige Foto welches wir von der Maschine hatten.  Ich kombinierte diese Vorgabe mit den mir vorliegenden diversen Camouflage Schemen. Die 35er Ziffern am Bug kamen schlussendlich von einer Hobby-Boss MiG-31, die am Heck aus der Restekiste. So musste ich den Begemont-Decalbogen, welchen mir mein „Mitstreiter“ hat zukommen lassen, nicht anrühren.

Fertig lackiert und mit Decals und Washing versehen war die MiG nun einfach nur mehr der „Hammer“. Der Kontrast stimmte, das Weathering war stimmig und die Farbtöne von den Original-Fotos fast nicht mehr zu unterscheiden – der Aufwand hatte sich gelohnt!

Nach Einbau von Fahrwerk, Nozzles, Pylone und Klappen war die MiG fast fertig und konnte mit einem seidenmatten Finish versehen werden. Mein Auftraggeber ist begeistert, und so wird die MiG hoffentlich seine Sammlung bereichern!

J35Ö Draken „1.000.000 flight-hours“ (Eduard, Ltd. Edition, 1:48)

Liebe Modellbau-Freunde!

Für einen Sammler aus Wien durfte ich kürzlich eine J35Ö Saab -Draken bauen. Die passende Eduard Limited Edition hatte ich dazu bereits im Regal. Der Bausatz lässt neben 3 weiteren Varianten auch eine österreichische Version – die Nr. 12 – zum Bau zu. Die Maschine trägt zum Jubiläum von insgesamt 1.000.000 abgeleisteten Flugstunden aller Draken eine entsprechende Sonderbemalung am Heck.

Referenzfotos aus dem Netz waren rasch gefunden, die Auswahl der Farbtöne erforderte allerdings noch etwas Recherche. Mit den Farbangaben aus der Bauanleitung war ich nicht 100% zufrieden, am Ende haben wir uns für die Lackierung der Oberseite mit Gunze H305 und H306 entschieden, die Unterseite habe ich mit Revell 176 vorlackiert, um ihr dann mit 371 hellgrau den eigentlichen Farbton zu geben.

Über den Bausatz selbst gibt es nur Positives zu berichten. Einzig die Klappen musste ich manuell vom Flügel abtrennen, um sie etwas abgesenkt darzustellen – mein Auftraggeber bat mich darum. Eine Messer-Klinge weniger und nach ein paar Schleifarbeiten war das Werk vollbracht, und ich war vom Ergebnis selbst begeistert. Ein paar Nahtstellen wurden noch vorsichtig verspachtelt, schon konnte es mit der Lackierung losgehen. Nach einen Pre-Shading mit Schwarz und Weiß kamen die oben erwähnten Farben zur Anwendung. Nach der Detail-Bemalung erfolgte wie üblich eine Schicht Klarlack. Auf dieser sollten die hervorragend gedruckten Decals besonders gut haften. Revell Decal-Soft passt die Decals den Konturen optimal an.

Nach dem Zusammenbau und Lackieren erfolgte der Anbau von Triebwerk, Fahrwerk, Klappen und Zusatztanks. Gealtert wurde vorwiegend mit Flory Models‘ „Dark Dirt“ und mit Washes von AK-Interactive.

Am Ende entstand ein sehr stimmiger Jet, welcher den Weg bereits nach Wien gefunden hat…möge er die Erinnerung an die österreichischen „Drachen“ noch lange erhalten!

Su-17M4 „Fitter K“ – Hobby Boss/Eduard, 1:48

Liebe Modellbau-Freunde,

Die Jets aus dem Hause „Suchoi“ haben mich schon seit jeher fasziniert…neben den MiGs spielen die Maschinen für mich eine mindestens ebenso wichtige Rolle im Jet-Zeitalter der 70er Jahre.

Nachdem ein Kollege auf www.scalemates.com seine Su-17 der polnischen Luftstreitkräfte präsentierte, bekam ich Lust auf den Bau einer solchen Maschine. Da ich über den aktuellen Kitty-Hawk Bausatz sehr viel Negatives gehört habe, entschied ich mich für die SU-17 M4 aus dem Hause Hobby Boss – natürlich im Maßstab 1:48. Ein Eduard PE-Set für das Cockpit sowie Pitot-Tubes von Master Model sollten das Modell verfeinern.

Der Bausatz von Hobby Boss lässt zwei Varianten zum Bau zu. Ich entschied mich für die „Gelbe 27“, die ein Haifisch-Maul trägt – eine durchaus attraktive Bemalung.

Während des Baus gab es keine nennenswerten Probleme. Der Bausatz ist sehr gut ausgeführt, die Anleitung klar und deutlich. Die Schwenkflügel lassen sich „entweder-oder“ darstellen, ich entschied mich für zurück geschwenkte Flügel.

Lackiert habe ich mit den Gunze-Farbtönen lt. Anleitung. Als Vorlage diente mir die farbig ausgeführte Lackieranleitung sowie ein Referenzfoto aus dem Netz. Wie üblich bei älteren russischen Maschinen sind gute Referenzfotos leider Mangelware, weshalb ich mich auf die Anleitung verlassen musste. Die Camouflage habe ich wie üblich Frei-Hand per Airbrush ausgeführt. Leider gelang mir der Auftrag etwas zu deckend, das Pre-Shading ist somit nur noch vereinzelt zu sehen. Alles in allem war ich jedoch zufrieden.

Nach Ausführung der Detail-Bemalung und einer Schicht Klarlack kamen die durchaus gut gedruckten Decals zur Anwendung. Darüber legte ich ein Washing von Flory-Models in Dark-Dirt.

Top ausgeführt sind Fahrwerk und Räder, wobei die Reifen aus Gummi bestehen. Nach Anbringen der letzten Teile entstand am Ende eine sehr schönes Modell, wobei die Metall-Pitots von Master Model das I-Tüpfelchen darstellen. Am Ende wurde die SU mit einer Schicht Satin-Klarlack versiegelt.

Den Bausatz kann ich vorbehaltlos empfehlen, einzig die Abmessungen der großen Maschine könnten in so mancher Vitrine ein Problem darstellen 😉