„Two Iconics“ – F-104 Starfighter and Bell-X1 „Machbuster“ oder: „The Right Stuff“!

Zwei Ikonen der Luftfahrt-Geschichte…eine kleine Bau-Beschreibung findet ihr unterhalb der Galerie.

Inspiriert durch die außergewöhnlichen 50er und 60er Jahre Jets sowie einen Bericht über General Charles „Chuck“ Yeager, der mit seiner Bell X-1 als erster Mensch die Schallmauer durchbrach, wollte ich diese Faszination auch im Modell wiedergeben. Passend dazu hatte ich im Regal noch eine Eduard Ltd. Edition „Bundesfighter“ vorrätig. Ebenfalls zum Thema brachte Eduard Ende 2016 auch noch eine Neuauflage der Bell-X1 „Machbuster“ auf den Markt.

Als erstes Projekt nahm ich mir die F-104 vor. Die Maschine mit der Serien-Nr. 13269 diente unter anderem auch für Testflüge im Mercury-Programm und war „Darsteller“ im Film „The Right Stuff“, der von Testpiloten rund um die Edwards AFB handelt.

Der Bausatz selbst ist einer meiner Lieblinge, die Plastikteile von Hasegawa passen einfach perfekt zueinander. Die Eduard PE-Teile und der beiliegende Resin-Sitz aus der Limited Edition ergänzen den Bausatz perfekt!

Als Referenz der 13269 diente mir ein altes Farbfoto aus dem Netz, welche die Maschine im Flug zeigt. Die Aluminium-Haut scheint hier schon etwas mitgenommen, und genau so sollte sie aussehen…

Für das Metall-Kleid verwendete ich Farben der Xtreme-Metal-Serie von AK-Interactive. Vorgrundiert habe ich dieses Mal mit AKs Black Primer, danach eine Schicht Aluminium. Vorsicht – die Farben benötigen eine etwas längere Trockenzeit, man sollte vor dem Abkleben wirklich etwas warten. Die verschiedenen Metall-Verfärbungen habe ich dann mit den Farbtönen White-Aluminium, Dark-Aluminium, Titanium, Steel, Chrome sowie Burnt-Metal dargestellt. Besonders bei der Triebwerk-Sektion war ich mir anhand der vielen unterschiedlichen Fotos im Netz nicht sicher, wie das Original gefärbt war, hoffe aber dieses möglichst authentisch getroffen zu haben.

Nase und Flügel-Unterseite habe ich mit Revell Gelb-oliv und hellgrau lackiert, die Flügel-Oberseite lt. Lackierschema in Weiß.

Wie bei mir üblich folgten danach zwei Schichten Klarlack. Die Decals kommen in hervorragender Qualität und lassen sich mit Weichmacher perfekt an die Konturen anpassen. Ein Washing mit Flory Models „Dark Dirt“ verleiht noch die nötige Tiefe.

Der Zusammenbau der restlichen Bauteile wie Sitz, Fahrwerk und Canopy ging problemlos vonstatten, das Cockpit hatte ich vorab noch mit etwas Draht detailliert. Auf Außenlasten sowie die beiden Flügel-Tanks habe ich dieses Mal verzichtet. Nichts sollte die schöne Silhouette der Starfighter stören. Eine letzte Schicht Klarlack versiegelte das Kunstwerk.

Mindestens ebenso viel Spaß bereitete mir der Bau der Bell X-1- eine außergewöhnliche Maschine. Eduard stellt mit einem äußerst günstigen Bausatz (um die 25 EUR) eine tolle Basis für den Bau dieser Legende zur Verfügung.

Der Bausatz besteht aus 2 Spritzlingsästen + Klarsichtteile sowie eine PE-Schablone, Abdeckmasken und Resin-Räder.

Entschieden habe ich mich für die Maschine mit der Nr. 6062 „Glamorous Glennis“. Mit dieser wurde die Schallmauer zum ersten Mal durchbrochen. Zu diesem Zweck wurde sie am 14. Oktober 1947 von einer B-29 in ca. 7.000 m Höhe ausgeklinkt. Chuck Yeager erreichte kurz darauf per Raketenantrieb Mach 1,06 (ca. 1.100 km/h, Quelle Wikipedia).

Als Referenz-Fotos dienten mir einige Bilder aus dem Netz, welche die Maschine restauriert im Smithsonean-Museum zeigen. Besonders das Cockpit hatte es mir angetan, da dieses meiner Meinung nach das Highlight darstellt.

Entgegen der Anleitung habe ich das Cockpit mit Revell Bronzegrün lackiert – davor folgte eine Schicht AK-Aluminium sowie eine Zwischenschicht von AKs „Worn Effects“ – so konnte ich die leichten Abnutzungen im Cockpit darstellen. Das Cockpit habe ich mit den PE-Teilen aus dem Kit sowie einigen Drähten und Kabeln verfeinert – durch die offene Luke (welche übrigens von außen versperrt wurde!) kann man somit einen Blick in den sehr engen und vor allem gefährlichen Arbeitsplatz des Piloten werfen.

Der Rest des kleinen Überschall-Jets war rasch zusammengebaut und ging problemlos vonstatten. Bei den Flügeln benötigt man Fingerspitzengefühl und Geduld, da diese dazu neigen nach unten zu hängen. Auch das Fahrwerk gestaltete sich etwas fummelig. Lackiert habe ich den Jet mit Revell Orange Nr. 36130. Beim Anbringen der Decals habe ich mich nicht zu 100% an die Bauanleitung gehalten. Da ich kein „Nietenzähler“ bin, möge man mir dies verzeihen.

Die Bell X-1 stellt die perfekte Ergänzung zur späteren F-104 dar, der Bau des legendären und geschichtsträchtigen Duos hat mir sehr viel Freude bereitet! Die beiden wurden von meinem Cousin Foto-technisch noch perfekt in Szene gesetzt und stellen seither eine Bereicherung in meiner Vitrine dar…

Happy Modelling!

Euer Christian

 

 

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