F-14A Tomcat VF-111 Sundowners (Tamiya, Eduard, Furball, 1:48)

Liebe Modellbau-Freunde!

Nach einigen Auftragsarbeiten durfte ich mich nun endlich meiner „Tamiya Tomcat“ widmen. Die Vorfreude war riesig und die Erwartungshaltung an den Bausatz sehr groß!

Mit der Tamiya Tomcat wollte ich mir endlich meinen Traum einer   F-14 der VF-111 „Sundowners“ erfüllen, die meiner Meinung nach ebenso viel Kultstatus besitzt wie die „Jolly-Rogers“. Furball Aero Design lieferte mir hierfür mit seinem aktuellen Decalbogen, der „Sundowners Anthology“, eine riesige Auswahl an 19 Maschinen.

Nach längerer Recherche der einzelnen Maschinen sollte es die Bulk-No. 162594 aus Anfang 1992 werden. Ich fand hierzu ein paar wenige Referenz-Fotos im Netz. Interessant für mich waren die in „Light Ghost Grey“ abgesetzten Pylonen und Tanks, welche das Overall „Light Gull Grey“ Schema meiner Meinung nach etwas interessanter machen sollten.

Eduard war so freundlich, mir 2017 nach Release der Tamiya Tomcat einige Aftermarket-Parts zur Verfügung zu stellen. So sollten das Interior-, Exterior- und Exhaust PE-Set zur Anwendung kommen, genau so wie Sitze und Räder aus hervorragenden Eduard-Brassin.

Eines Vorneweg – die Erwartungen an den Bausatz wurden vollends erfüllt. Der Bausatz zauberte mir des öfteren ein Lächeln auf die Lippen und dank der daraus entstandenen Motivation konnte ich die Tomcat nach nur einer Woche (!) Bauzeit fertig stellen. Auch die Verwendung aller Zubehör Teile habe ich zu keiner Zeit bereut, die hervorragenden Eduard-Sätze werteten mein Bastel-Erlebnis und das fertige Modell um ein vielfaches auf!

Der Bau selbst beginnt wie üblich mit dem Cockpit. Es war mir fast unangenehm, die schönen Gravuren zu zerstören und mit den Ätzteilen zu überkleben. Trotzdem wollte ich mir die aufwendige Handbemalung ersparen, und die PE-Teile sehen einfach nur großartig aus. Die Fahrwerks-Bucht vorne ist ein kleiner Bausatz für sich, gemeinsam mit den Zubehör-Teilen ist sie fast zu schade um nur von unten gezeigt zu werden. Auch „OOB“ stellen die Details aber alle anderen Mitbewerber in den Schatten.

Dank der genauen Passform und intelligenten Spritzäste, die sehr gute und logische Bauanleitung sei ebenfalls erwähnt, war der Rumpf inkl. Schwenkflügel rasch zusammengebaut. Für den Schwenkmechanismus hat sich Tamiya ein sehr robustes und verschraubtes System einfallen lassen, wobei man die eigentlichen Tragflächen während des Baus auch separat bemalen und erst ganz zum Schluss montieren kann – alle in allem sehr clever gelöst!

Der Zusammenbau war also rasch von statten gegangen, die PE-Teile auch an der Außenseite angebracht. Nach einem Pre-Shading mit Schwarz und Weiss folgte der Anstrich mit Gunzes H315. Darauf kreierte ich mit AKs Light Gull Grey und diversen anderen Grautönen ein aufwändiges Post Shading. Etwas Tamiya-Smoke sollte der Maschine noch ein paar dunkle Stellen und Dreck geben. Nach einer satten Schicht Klarlack (Revell) durfte ich mich nun den Decals widmen.

Von hervorragender Qualität gedruckt, war einzig das Haifisch-Maul eine Herausforderung. Wo mir hier der Film etwas zu dick erschien (ich musste das Decal mehrmals mit Weichmacher bearbeiten), war er mir an den Leitwerken wiederum zu dünn. Aber diese Kritik ist rein subjektiv, man kann es halt nicht jedem recht machen 😉 Um aber doch etwas Kritik zu nennen, es fehlt bei den Varianten-Decals komplett die Nummerierung…des öfteren suchte ich ratlos die richtigen Beschriftungen auf den beiden großen Bögen und hoffte dann doch das richtige Decal verwendet zu haben – hier sollte man größte Sorgfalt walten lassen!

Mit viel Geduld und nach einigen Bastel-Stunden kam die Tomcat Ihrem High-Viz Schema nun schon sehr nahe, ich freute mich auf den restlichen Zusammenbau. Nach einem unkomplizierten Washing mit Flory Models „Dark-Dirt“ baute ich Fahrwerk, Klappen, Pylonen etc. zusammen. Alle Anbauteile altere ich seit längerer Zeit bereits mit AK-Washings. Aus der Restekiste hatte ich noch einen Eduard Resin-Front-Pod sowie eine offene Schubdüse verfügbar. Die beiden Nozzles lackierte ich mit diversen AK Xtreme Metall-Farben, um sie danach nochmal mit der Hand per Pinsel zu verfeinern.

Zuletzt erhielt die Tomcat Ihren seidenmatten Klarlack (ebenfalls Revell), um danach auch das Canopy und die restlichen Klarteile fertig machen zu können. Es entstand so eine meiner Meinung nach sehr schöne F-14A im farbenfrohen Kleid der VF-111 Staffel, die sich nun in meiner Vitrine präsentieren darf.

Und – dies war sicher nicht meine letzte Tamiya Cat, ich freue mich schon riesig auf die D-Variante, um evt. eine „Last-Flight“ bauen zu können!

Happy Modelling!

Christian

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